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Habt ihr schon vom Wolf gehört? von Gréban, Quentin, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Aus dem Leben

Habt ihr schon vom Wolf gehört?

Gréban, Quentin

Übersetzung: Sievi, Seraina, Maria

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: orell füssli

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783280035382

Inhalt

Eine Wölfin trifft auf ein kleines Lamm, das seine Herde verloren hat, und lächelt es freundlich an – das verängstigte Lämmchen aber sieht nur gebleckte Zähne und flüchtet zu den Schweinen. Diesen berichtet es, dass es von einem bösen Wolf angeknurrt wurde. Die Schweine sind empört und erzählen die Geschichte der Gans – und auch sie übertreiben ein wenig. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht und jedes Tier schmückt die Geschichte noch etwas weiter aus, macht den Wolf noch größer, noch gefährlicher und noch schrecklicher. Als schließlich die Wölfin hört, wie sich zwei Meisen über ein gefährliches Monster unterhalten, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Ahnungslos, dass sie selber damit gemeint ist, flüchtet sie mit ihren Jungen.

Bewertung

Als eine freundliche Wölfin einem kleinen Lamm begegnete, dass sich von seiner Herde entfernt hatte, lächelt sie ihm freundlich zu. Da sah das Lamm die scharfen Zähne, erschrak und rannte schnell zu den Schweinen, denen es erzählt, dass ein Wolf es angegriffen hat und beißen wollte. Die Schweine erzählten es der Gans, die Gans dem Esel, der Esel der Ratte, die Ratte den Hühnern und so ging es weiter. Von Tier zu Tier wurde die Wölfin noch furchterregender dargestellt, denn jedes Tier übertreibt immer ein bisschen... So wurde aus der freundlichen Wölfin in den Erzählungen schon bald ein grausames Monster, das jeden vernichtet, der ihm in die Quere kommt. Doch was passiert, wenn die Wölfin selbst davon hört, welch ein schreckliches Wesen hier sein Ungetüm treibt?

 

Auf humorvolle Art und Weise schreibt Quentin Gréban in „Habt ihr schon vom Wolf gehört?“ über eine freundliche Wölfin, die durch das übertriebene Weitererzählen plötzlich als Monster beschrieben wird, und als sie von dem angeblichen Monster hört, das hier sein Unwesen treibt, mit ihren Kindern aus dem Wald flieht.

Immer wieder wiederholt sich der Satz, dass jeder immer ein bisschen übertreibt. Dies ist auch die zentrale Aussage des Buches, nicht nur auf Tiere bezogen. Mit kindgerechten Bildern, wird die Vorstellung der Wölfin von Tier zu Tier noch schrecklicher dargestellt und somit wird bildlich klar, wie sich das Gerücht immer dramatisierter verbreitet.

 

Ich vergebe 5 Sterne für ein Buch, das nicht nur Kindern lehrt, sich selbst ein Bild von den Dingen zu machen und nicht alles zu glauben und weiterzuerzählen, wie man es hört.

 

Lisa Fehr :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben